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05.02.19

 

Reaktionen der Flughäfen und Veranstalter auf die Insolvenz der Fluggesellschaft Germania

 

Insolvenz der Airline Germania – Flughafen Dresden betroffen

 

Die Insolvenz der Fluggesellschaft Germania und die damit verbundene Einstellung des Flugbetriebs wirkt sich auch auf den Flughafen Dresden aus. Im laufenden Winterflugplan 18/19 plante die Airline bis zu 23 Abflüge pro Woche zu insgesamt elf Zielen in Portugal, Spanien, Ägypten und der Türkei.

Bereits seit den 90er Jahren verband Germania Dresden mit touristischen Zielen. Im zurückliegenden Jahr flog die Airline ab Dresden zu 27 Zielen, darunter auch als Vollcharter für Reiseveranstalter.

 

Wie Germania in einer Pressemitteilung erklärt, können sich betroffene Passagiere, die ihren Flug im Rahmen einer Pauschalreise gebucht haben, an ihren jeweiligen Reiseveranstalter wenden. Weitere Informationen: www.flygermania.com

 

„Wir bedauern außerordentlich, dass unser langjähriger Partner Germania in diese wirtschaftliche Situation geraten ist. Die Insolvenz ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fluggesellschaft ein schwerer Schlag“, erklärt Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG und Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens Dresden und ergänzt: „Infolgedessen stehen wir mit verschiedenen Airlines und Reiseveranstaltern im Gespräch, um die Auswirkungen der Germania-Insolvenz auf den Flughafen Dresden so gering wie möglich zu halten.“

 

 

Die Flughafen Erfurt GmbH wurde heute über den von der Germania Fluggesellschaft mbH gestellten Insolvenzantrag informiert.

 

„Es ist bedauerlich, dass die Bemühungen der Geschäftsleitung der Germania die Liquiditätslücke zu schließen keinen Erfolg hatten. Die eingeleiteten Maßnahmen und die überdurchschnittlichen Buchungen für die Sommersaison sollten gewährleisten, dass der Flugbetrieb in Erfurt weitergeführt werden kann.“ so Geschäftsführer Uwe Kotzan.

 

Kurzfristig betrifft das in dieser Woche Reisende die von/nach Erfurt in folgende Zielgebiete

fliegen wollten:

Donnerstag – Hurghada

Freitag – Teneriffa

Samstag – Fuerteventura

Sonntag – Antalya und Gran Canaria

 

Der größte Teil der Flugbuchungen 2018 mit Germania wurde im Rahmen von Pauschalreisen über die Reiseveranstalter gebucht und abgewickelt. 14% der Reisenden buchten 2018 ihren Flug direkt bei der Germania Fluggesellschaft mbH.

Die von der Insolvenz betroffenen Fluggäste sollten sich an ihr Reisebüro bzw. den Reiseveranstalter wenden, bei denen die Reise gebucht wurde.

 

 

 

 

Flughafen Münster Osnabrück - FMO bedauert die Betriebseinstellung der Flugge-sellschaft Germania

 

Mit großem Bedauern hat der Flughafen Münster/Osnabrück die Insolvenz der Fluggesellschaft Germania zur Kenntnis genommen. „Germania hatte am 19.01. die Lösung der Finanzierungsfragen bekannt gegeben und wörtlich hinzugefügt, dass damit die mittel- und langfristige Perspektive gesichert sei. Knapp zwei Wochen später eine Insolvenz zu verkünden, verwundert doch sehr“, so FMO-Geschäftsführer Prof. Dr. Rainer Schwarz.

 

Natürlich hatte der FMO seit Beginn der Germania-Krise den permanenten Austausch mit den großen Reiseveranstaltern in Deutschland stark intensiviert. Die Reiseveranstalter entscheiden schließlich über das touristische Programm. „Wir werden nun alles daran setzen, gemeinsam mit den touristischen Partnern schnellstmöglich das Touristikprogramm am FMO zu sichern“, so Schwarz.

 

Germania hatte ihr Flugangebot in den vergangenen Jahren in Deutschland sukzessive ausgebaut. Im Jahr 2018 beförderte die Airline am Flughafen Münster/Osnabrück insgesamt 269.000 Fluggäste. Das entspricht einem Marktanteil in Höhe von 26 Prozent am Gesamtaufkommen am FMO.

 

Im Zuge der Neuausrichtung des Touristikgeschäftes am FMO nach dem Weggang der Airberlin hat der Flughafen Münster/Osnabrück ganz bewusst auf eine deutliche Diversifizierung der Anbieter Wert gelegt. Airberlin hatte seinerzeit einen Marktanteil von über 60% am FMO. Heute sieht die Verteilung mit 36% Lufthansa, 26% Germania, 15% SunExpress, 10% Eurowings und 5% Laudamotion deutlich ausgeglichener

aus.

 

Fluggäste, die im Rahmen einer Pauschalreise einen Flug mit Germania gebucht haben, erhalten automatisch eine Ersatzbeförderung durch den Reiseveranstalter.

 

 

TUI - Einstellung des Flugbetriebs von Germania:

- TUI organisiert Ersatzflüge für Urlauber

- TUI hilft auch Germania-Passagieren

 

Hannover, Die Fluggesellschaft Germania hat uns darüber informiert, dass sie den Flugbetrieb zum heutigen Datum eingestellt hat. TUI hat sofort reagiert und bucht ihre betroffenen Gäste sukzessive auf andere Flugverbindungen um. TUI fly ist zudem in Kontakt mit den Flughäfen und anderen Partnern, um zu prüfen, welche zusätzlichen Angebote dargestellt werden können.

 

„Wir können unseren Kunden versichern, dass wir alles Notwendige tun, um ihren Flug sicherzustellen. Niemand muss sich Sorgen machen, dass er nicht in den Urlaub fliegen kann oder im Reiseziel festsitzt“, so TUI-Touristikchef Stefan Baumert. Mit der eigenen Konzernairline TUI fly ist TUI gut aufgestellt, um Urlauber zu befördern.

 

Urlauber, die von Flugveränderungen betroffen sind, werden aktiv von TUI informiert. Auch für Kunden in den Urlaubsgebieten beschafft TUI Ersatzflüge. Die Heimreise wird in jedem Fall sichergestellt. Sollten zusätzliche Übernachtungen anfallen, sorgt TUI für die Unterbringung und Verpflegung im Urlaubsziel und übernimmt zusätzlich anfallende Kosten. „Hier zeigt sich der Vorteil einer Pauschalreise. Wir kümmern uns um unsere Gäste“, so Baumert.

 

TUI hilft auch Urlaubern, die jetzt im Urlaubsziel festsitzen und keine Veranstalterreise über TUI gebucht haben, sondern lediglich einen Flug direkt bei Germania. Sie können einen TUI fly-Ersatzflug für ihren ausgefallenen Rückflug nach Deutschland zum Beispiel auf www.tuifly.com buchen und bekommen anschließend 50 Prozent des Flugpreises zurückerstattet. Dafür müssen sie bis 28. Februar 2019 die Buchungsbestätigung des ausgefallenen Germania-Fluges und die Bestätigung des gebuchten TUI fly-Fluges an servicecenter@tuifly.com senden. Dies gilt für alle Rückflüge bis einschließlich 15. Februar 2019.

 

 

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