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09.05.10   15Uhr

 

Aschewolke - Bis auf weiteres keine Flüge im Münchner Luftraum - Hohe Aschekonzentration sorgt seit 15Uhr für Einschränkungen

 

Wegen hoher Kontamination mit Vulkanasche können am Flughafen München seit Sonntag 15Uhr, keine Starts und Landungen stattfinden. Das gilt sowohl für Flüge nach Instrumentenflugverfahren als auch - von wenigen Ausnahmen abgesehen - für Flüge nach Sichtflugverfahren. Diese Regelung gilt bis auf weiteres. Die DFS wird je nach Wetterlage über das weitere Vorgehen entscheiden. Betroffen sind auch die Regionalflughäfen Augsburg und Memmingen. Gleiches gilt für den Flughafen Stuttgart; hier können die Einschränkungen jedoch voraussichtlich um 18Uhr aufgehoben werden.

 

Grund für diese Maßnahme ist eine Flugwetterwarnung, die der Deutsche Wetterdienst(DWD) für einen Teil des süddeutschen Luftraums herausgegeben hat. Der DWD stützt sich dabei auf die aktuellen Prognosen des Volcanic Ash Advisory Centre(VAAC) in London. Daraus ist ersichtlich, dass sich die vom isländischen Vulkan Eyjafjallajökull ausgestoßene Vulkanasche über Spanien und Frankreich bis in den deutschen Luftraum gelangt. Nach Angaben des VAAC wird ein Teil des süddeutschen Luftraums dabei hoch mit Vulkanasche kontaminiert sein.

 

Nach dem von den EU-Verkehrsministern beschlossenen Drei-Zonen-Modell unterscheidet das VAAC bei der Aschekontamination nun 3 Zonen: unkontaminiert, potenziell kontaminiert und hoch kontaminiert. Hoch kontaminierte Gebiete sind zudem von einer 60 nautische Meilen messenden Schutzzone umgeben. Das Bundesverkehrsministerium hat alle Luftraumnutzer darüber informiert, dass innerhalb dieser Schutzzone im deutschen Luftraum kein Flugverkehr stattfinden darf.

 

In den Teilen des deutschen Luftraums, in denen eine potenzielle Kontamination mit Vulkanasche vorhanden ist, gilt weiterhin der vom Bundesverkehrsministerium festgelegte Fünf-Punkte-Plan. Er verpflichtet die Fluggesellschaften unter anderem dazu, nach Flügen durch solche potenziell kontaminierten Lufträume alle besonderen Vorkommnisse dem Luftfahrt-Bundesamt zu melden sowie die Luftfahrzeuge unverzüglich auf mögliche Schäden zu untersuchen. Demnach ist der Flugverkehr in potenziell kontaminierten Lufträumen weiterhin möglich.

 

 

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