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12.10.11

 

Tarif-Einigung in der Flugsicherung - Kein Fluglotsenstreik

 

Nach langem Ringen einigten sich die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und die Gewerkschaft der Flugsicherung(GdF) heute in Frankfurt am Main auf eine neue Tarif-Vereinbarung. Ein Streik der Fluglotsen, wie ihn die Gewerkschaft angekündigt hatte, ist damit vom Tisch.

 

Das abschließende Treffen in Frankfurt war auf Anregung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zustande gekommen, nachdem die Gewerkschaft bereits das Scheitern der Verhandlungen erklärt und einen Streik noch für diese Woche angekündigt hatte. Geleitet wurde die Verhandlung von dem Münchner Arbeitsrechtler Professor Volker Rieble, der als Schlichter in diesem Tarifkonflikt fungierte. Teilnehmer waren die drei DFS-Geschäftsführer, ein wesentlicher Teil des GdF-Bundesvorstands sowie der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Rainer Bomba.

 

Mit dem erreichten Verhandlungsergebnis ist die DFS der Gewerkschaft in sehr vielen Bereichen entgegen gekommen. Für eine Laufzeit von 17 Monaten erhalten alle DFS-Mitarbeiter in zwei Stufen eine Gehaltssteigerung von 5,2 Prozent. Darüber hinaus hat die GdF für zahlreiche Mitarbeiter kostenintensive Höhergruppierungen durchgesetzt, die weitere Gehaltssteigerungen mit sich bringen. Insgesamt erhöhen sich die Personalkosten der DFS mit diesem Tarif-Abschluss um etwa 9%.

 

Dieter Kaden, der Vorsitzende der DFS-Geschäftsführung, kommentierte das Ergebnis mit den Worten, dass dieser Abschluss „eine große finanzielle Hypothek für die DFS“ darstelle, dem er aber im Interesse der Kunden und Passagiere zugestimmt habe. „Wir haben alles getan, um Schaden von der Luftverkehrsbranche und der Volkswirtschaft insgesamt abzuwenden.“

 

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