15.03.09
COMPUTERBILD
testet Internet-Fluganbieter: Flugtickets zwischen Schnäppchen und Wucher
Hamburg(ots) -
COMPUTERBILD testet 20 Fluganbieter im Internet / Schnäppchen bei
Flugpreissuchmaschinen / Online-Reisebüros bis zu 35% teurer / Buchungsfallen
bei vielen Anbietern / Noch immer Lockangebote bei Ryanair
Flugticketkauf
im Internet - schon 16,3 Mill. Deutsche haben's laut einer aktuellen Studie
getan. Doch wer billig abheben will, muss lange suchen und kommt schnell ins
Fluchen, wenn sich angepriesene Schnäppchen am Buchungsende als Lockangebote
entpuppen. COMPUTERBILD hat 20 Fluganbieter im Internet getestet und zeigt, wo
Buchungsfallen lauern und wer die günstigsten Flüge
anbietet(Ausgabe 7/09, ab Montag im Handel).
Wer
im Internet nach Flügen sucht, findet Angebote entweder direkt auf den
Webseiten der Fluglinien, in Online-Reisebüros oder aber mit
Flugpreissuchmaschinen, die Angebote der Airlines wie auch der
Online-Reisebüros auswerten. Mit welcher der drei Sucharten am ehesten ein
Schnäppchenflug zu erhaschen ist, offenbarte der COMPUTERBILD-Preistest.
Die
ersten 3 Plätze gingen an reine Flugpreissuchmaschinen. Test-Sieger Swoodoo.de
war am günstigsten: Die Angebote lagen insgesamt mehr als 11% unter den
durchschnittlichen Flugpreisen. Deutlich schlechter schnitten Online-Reisebüros
ab. Cheaptickets.de, Travelscout24.de und Flights.de(Anbieter: Travel Point)
versagten, weil hier die Durchschnittspreise aller Flüge bis zu 35% teurer
waren als beim Test-Sieger. Negativbeispiel: Während die Flugpreissuchmaschine
Swoodoo.de einen Flug zwischen Hamburg und München für 82 Euro inkl. Steuern
und Gebühren fand, gab es den identischen Flug beim Reiseanbieter Flights.de
für rund 134 Euro - ein Preisaufschlag von 63%. Auch auf den Internetseiten der
Fluglinien gab es häufig überteuerte Angebote. Positive Ausnahme: Bei Germanwings buchbare Flüge wichen kaum von den
Bestpreisen ab.
Vorsicht
ist bei jeder Ticketbuchung geboten. Denn mit versteckten Gebühren und
Entgelten drehen viele Fluglinien und Reisebüros an der Preisschraube.
Besonders dreist trickst der irische Billigflieger Ryanair:
Auf beworbene "Gratisflüge" kommen außer Steuern auch verschleierte
Gebühren und Kostenfallen wie eine Kofferpauschale, eine Rollstuhlabgabe,
Zahlungsgebühren und eine voreingestellte, noch dazu nutzlose Versicherung. Im
COMPUTERBILD-Test kosteten so die beworbenen "Freiflüge" für eine
Familie mit einem Kind am Ende des Buchungsvorgangs 323,52 Euro.
(Quelle:
ots 15.03.2009)