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23.06.11

 

Ab September: Freifahrt für schwerbehinderte Menschen in Nahverkehrszügen der DB

- Reiseerleichterung für 1,4 Mill. Menschen

- Wegfall des Streckenverzeichnisses

- Neuregelung unterstreicht Kundenorientierung

 

Am 1. September 2011 wird die Freifahrtregelung für die rund 1,4 Mill. schwerbehinderten Menschen in Deutschland wesentlich erweitert. Alle Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn(DB) können dann bundesweit ohne zusätzlichen Fahrschein mit dem grün-roten Schwerbehindertenausweis und dem Beiblatt mit gültiger Wertmarke genutzt werden.

 

„Wir freuen uns, mit dieser Regelung das Leben für schwerbehinderte Bahnfahrer ein kleines bisschen einfacher machen zu können“, so Rüdiger Grube, Vorstandvorsitzender der Deutschen Bahn AG. „Es ist der Deutschen Bahn und mir persönlich ein echtes Anliegen, auch behinderten Menschen eine möglichst grenzenlose Mobilität zu bieten.“

 

Zusammen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die DB vereinbart, das im Sozialgesetzbuch verankerte Streckenverzeichnis für schwerbehinderte Menschen zum 01.09.11 aufzuheben. Das Streckenverzeichnis definiert den Radius von 50 Km rund um den Wohnort eines schwerbehinderten Menschen, in dem er bisher kostenlos die Nahverkehrszüge der DB außerhalb von Verkehrsverbünden nutzen konnte. Damit können schwerbehinderte Reisende bundesweit durchgängig mit allen Nahverkehrszügen der DB - Regionalbahn(RB), Regionalexpress(RE), Interregio-Express(IRE) und S-Bahn - in der 2. Klasse kostenlos fahren.

 

Die Regelungen für Begleitpersonen, für die Mitnahme eines Hundes und für kostenfreie Platzreservierungen bleiben unverändert. Das unentgeltliche Reisen innerhalb von Verkehrsverbünden bleibt bestehen. Die Neuregelung ist ein wesentlicher Beitrag zu mehr Kundenorientierung und zum Bürokratieabbau.

 

 


Kommentar:

Bisher war es auch schon möglich fast bundesweit als Schwerbehinderter kostenfrei zu fahren, weil fast ganz Deutschland aus verschiedenen Verkehrsverbünden besteht. Für weite Strecken ist es auch in Zukunft das freifahren in Nahverkehrszügen vor allem zeitlich nicht sinnvoll.

Beispiele:

Berlin - Köln, Fahrzeit ca. 9 Std. u. 30 min., 4 x umsteigen

Berlin - München, Fahrzeit ca. 10 Std., 3 x umsteigen

Hamburg - München, Fahrzeit ca. 12 Std., 6 x umsteigen

Hamburg - Frankfurt/Main, Fahrzeit ca. 8 Std., 6 x umsteigen

Stuttgart - Hannover, Fahrzeit ca. 9 Std. u. 30 min., 3 x umsteigen

Düsseldorf . Leipzig, Fahrzeit ca. 8 Std., 3 x umsteigen

 

Fazit: Es ist auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz neues, aber denn noch eine große Vereinfachung und unkompliziertere-Reiseplanung für Schwerbehinderte.

 

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